Flughäfen weisen typischerweise sehr harte,
schallharte Oberflächen auf, etwa aus Glas,
Beton oder Gipskarton. Da sie meist nicht
akustisch optimiert sind, entstehen
akustische Probleme.
In solchen Umgebungen wird der Schall
vielfach von den Oberflächen des Raums
reflektiert und benötigt lange Zeit, bis er
schließlich absorbiert wird.
Reduzierung des
Geräuschpegels
Bei der akustischen Gestaltung eines
Flughafens ist es entscheidend, einen
möglichst großen Teil der – oft enormen –
Schallenergie zu absorbieren, die durch
Reisende und Personal im Raum entsteht.
Dies verbessert sowohl die Kontrolle über
den Lärmpegel als auch die Sprachver-
ständlichkeit der Beschallungsanlage.
Bewährte Richtlinien (Best Practice) sehen
eine maximale Nachhallzeit von 1,5 Sekunden
in allen relevanten Bereichen des Flughafens
vor, insbesondere in den Gate-Bereichen
und den Passagierhallen.
Dies führt zu stark hallenden Räumen, in
denen sich der durch Gespräche, sonstige
Geräusche usw. entstehende Lärm schnell
aufschaukelt, was die gegenseitige Verständigung erheblich erschwert.
Folglich müssen Personen in solch lauten
Umgebungen ihre Stimme über den
Geräuschpegel hinaus anheben, um sich
verständigen zu können – was wiederum
den Lärmpegel weiter erhöht.
Dieser Schallpegelanstieg, auch als
Lombard-Effekt bekannt, wird als unbehaglich empfunden und beeinträchtigt
schließlich die Sprachverständlichkeit
der Beschallungsanlage, da deren Durch-
sagen vom hohen Hintergrundlärm des
Flughafens überlagert werden.