Besser hören, leichter lernen: Klassenzimmer mit Auracast™ und Induktionsschleifen nachrüsten

01.10.2026

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Im Klassenzimmer ist gutes Verstehen eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Doch Gespräche, Stühlerücken und Nachhall erschweren es vielen Schülerinnen und Schülern, dem Unterricht zu folgen. Besonders für Kinder mit Hörbeeinträchtigung reicht es häufig nicht aus, wenn die Lehrkraft einfach lauter spricht.

Mit Auracast™ und Induktionsschleifen lässt sich die Stimme der Lehrkraft direkt an geeignete Hörsysteme übertragen. Hearit bietet Lösungen an, mit denen bestehende Klassenräume für barrierefreies Hören nachgerüstet werden können – je nach Ausstattung ohne große bauliche Maßnahmen, als eigenständiges System oder integriert in eine vorhandene Tonanlage.

Direkte Sprachübertragung statt größerer Lautstärke

Die Lehrkraft trägt beispielsweise ein drahtloses Ansteckmikrofon oder ein Headset. Dieses nimmt die Stimme nahe am Mund auf und übergibt das Signal an das Übertragungssystem. Schülerinnen und Schüler empfangen den Unterrichtston direkt über ihr kompatibles Hörgerät, Cochlea-Implantat oder einen geeigneten Kopfhörer.

Dadurch muss die Sprache weniger Abstand im Raum überwinden. Hintergrundgeräusche und Nachhall treten gegenüber der direkt übertragenen Stimme weniger stark in den Vordergrund. Das kann die Sprachverständlichkeit verbessern und das Zuhören erleichtern.

Auch ohne bestehende Tonanlage einsetzbar

Nicht jedes Klassenzimmer verfügt über Lautsprecher, ein Mischpult oder eine fest installierte Mikrofonanlage. Für die direkte Hörunterstützung ist eine solche Ausstattung auch nicht zwingend erforderlich.

Eine eigenständige Lösung besteht beispielsweise aus einem Lehrermikrofon, einem passenden Mikrofonempfänger und einem Auracast-Sender mit Induktionsschliefe. Damit kann die Stimme direkt an die Empfangsgeräte der Schülerinnen und Schüler übertragen werden. Die Induktionsschleife ist verfügbar in der ersten Reihe direkt am Lehrererpult. Eine Beschallung des gesamten Raumes ist dafür nicht erforderlich.

Die Komponenten lassen sich je nach System kompakt aufstellen oder montieren. Bei Auracast entfällt die Verlegung eines Schleifenkabels durch den Klassenraum. Die tatsächliche Funkabdeckung wird anhand der Raumgröße, des Senders und der örtlichen Bedingungen geprüft.

Vorhandene Anlagen sinnvoll erweitern

Ist bereits eine Tonanlage vorhanden, kann die Hörunterstützung über einen geeigneten Audioausgang eingebunden werden. So lässt sich beispielsweise das Signal eines vorhandenen Mikrofons oder Mischpults zusätzlich über Auracast und eine Induktionsschleife übertragen.

Auch Unterrichtsvideos, Präsentationen oder andere Audioquellen können bei entsprechender Anbindung direkt an die Empfangsgeräte weitergegeben werden. Die bestehende Ausstattung wird dadurch um einen zusätzlichen Hörweg ergänzt.

Die Vorteile von Auracast™

Auracast basiert auf Bluetooth LE Audio und ermöglicht die gleichzeitige Übertragung eines Audiosignals an beliebig viele kompatible Empfangsgeräte innerhalb der Funkreichweite. Eine separate Bluetooth-Kopplung zwischen der Lehrkraft und jedem einzelnen Schülergerät ist dafür nicht erforderlich.

Für Schulen ergeben sich daraus mehrere Vorteile:

  • Direkter Unterrichtston: Die Stimme gelangt unmittelbar an das geeignete Hörgerät, Cochlea-Implantat oder den Kopfhörer.

  • Mehrere Schüler gleichzeitig: Ein Sender kann mehrere kompatible Empfangsgeräte gleichzeitig versorgen.

  • Geringer Installationsaufwand: Für die Funkübertragung muss kein Schleifenkabel im Raum verlegt werden.

  • Flexible Nachrüstung: Das System kann eigenständig betrieben oder an eine vorhandene Audioanlage angeschlossen werden.

  • Zusätzliche Empfangsmöglichkeiten: Auch Schülerinnen und Schüler ohne Hörgerät können mit Auracast-fähigen Kopfhörern oder separaten Empfängern zuhören.

Wichtig ist die ausdrückliche Auracast-Unterstützung der Empfangsgeräte. Eine gewöhnliche Bluetooth-Funktion allein genügt nicht.

Induktionsschleifen als ergänzender Hörweg

Induktionsschleifen übertragen das Audiosignal über ein magnetisches Feld an Hörgeräte oder Cochlea-Implantate mit aktivierter T-Spule. Damit ermöglichen sie einen direkten Empfang auch für Personen, deren Hörsystem kein Auracast unterstützt. Hearit bietet ebenfalls Lösungen für diesen bewährten Übertragungsweg an.

Für die Versorgung eines gesamten Klassenzimmers muss eine Raumschleife passend geplant werden. Das Schleifenkabel kann je nach örtlichen Möglichkeiten beispielsweise entlang bestehender Kabelwege oder Sockelleisten geführt werden. So lässt sich eine Nachrüstung häufig ohne größere Eingriffe umsetzen.

Kompakte Geräte mit integrierter Induktionsschleife eignen sich dagegen für begrenzte Hörbereiche, etwa ein Beratungsgespräch oder einen einzelnen Arbeitsplatz. Ihre induktive Abdeckung ist von der Auracast-Funkreichweite zu unterscheiden.

Hörunterstützung passend zum Schulalltag

Die Kombination aus Auracast und Induktionsschleife berücksichtigt unterschiedliche Hörsysteme und erleichtert den Übergang zwischen bestehenden und neuen Technologien. Entscheidend sind die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, die vorhandene Ausstattung und eine einfache Bedienung im Unterricht.

Auch Wortmeldungen und Gruppengespräche sollten bei der Planung berücksichtigt werden: Ein Lehrermikrofon überträgt vor allem die Lehrkraft. Für Beiträge aus der Klasse können zusätzliche Mikrofone oder ein weitergereichtes Funkmikrofon sinnvoll sein.

Hearit bietet Schulen passende Lösungen für die nachträgliche Hörunterstützung – von der eigenständigen Mikrofon- und Senderlösung bis zur Einbindung in bestehende Anlagen. Damit lässt sich der Zugang zum gesprochenen Unterricht gezielt verbessern, ohne dass dafür zwangsläufig ein umfassender Umbau notwendig ist.

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